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Warum sich Coworking für Dich (und Deine vorgesetzte Person) auszahlt

Updated: Jun 9

Mit der Pandemie haben sich neue Arbeitsformen etabliert. Vom Büro ging’s ins Homeoffice und dann ab in den Coworking-Space. Wir erklären, wie alle Beteiligten davon profitieren können.

Photo by Shridhar Gupta on Unsplash

Im Frühjahr 2020 erkläre ich dem Kadermitglied eines lokalen kaufmännischen Unternehmens die Vorzüge des Arbeitens in einem Coworking-Space, als das Totschlagargument fällt: «Unsere Mitarbeitenden können doch nicht von ausserhalb des Betriebs arbeiten!» Bedenken bezüglich der Datensicherheit, aber auch betreffend Produktivitätseinbussen und nicht zuletzt Kommunikationsprobleme über die Distanz werden ins Feld geführt.


Wenige Wochen und eine Corona-Welle später kam die Homeoffice-Pflicht. Und mit ihr die Einsicht, dass es doch funktioniert. Nochmals ein Jahr später haben sich die meisten Menschen an die neue Situation gewöhnt. Verschiedene Studien zeigen, dass Qualität und Effizienz im Homeoffice gestiegen sind. Vor kurzem hat sogar der Bundesrat die Bundespersonalverordnung revidiert, um flexible Arbeitsformen zu fördern:


Die Vorgesetzten fördern die flexiblen Arbeitsformen. Dies bedeutet, dass sie die persönlichen Bedürfnisse der Angestellten berücksichtigen und ihnen, sofern von der Aufgabenerfüllung her möglich und mit den betrieblichen Interessen vereinbar, die Gelegenheit geben, diese zu verwirklichen. Die Förderung bezieht sich auf den Ort der Erbringung der Arbeitsleistung und die Wahl des Arbeitszeitmodells. Den Angestellten soll ermöglicht werden, ihre Arbeitsleistung so flexibel wie möglich zu erbringen.

Vielen Arbeitnehmende möchten die gewonnene Lebensqualität mittlerweile nicht mehr missen: Weniger Pendeln heisst mehr Zeit für sich und die Familie. Mehr Autonomie, mehr Eigenverantwortung, mehr Gestaltungsspielraum. Die Wehrmutstropfen: geringe räumliche Trennung und fehlende soziale Kontakte. Die Lösung bieten regionale Coworking-Spaces, wo du ohne langen Arbeitsweg in einem inspirierenden Umfeld arbeiten und auch mal mit jemanden einen Kaffee trinken und dich austauschen kannst.


Sogar bei vielen konservativen Arbeitgebenden ist die anfängliche Skepsis zu sogenanntem «Smart Work» in Zuversicht umgeschlagen. Die Produktivität ging nicht zurück. Und wie war das noch mit den seit Monaten leerstehenden Büroräumen, die aufs Portemonnaie schlagen? Das Sparpotenzial ist gross.


Im besten Fall entsteht eine Win-Win-Situation, in der sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende profitieren. Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand, doch dürfen die Kosteneinsparungen bei den Unternehmen nicht zu einem finanziellen Mehraufwand der Mitarbeitenden führen. Laut David Brühlmeier, Präsident von Village Office bezahlt in der Regel der Arbeitgeber fürs Coworking. Manchmal würden die Kosten geteilt. Unterhalte dich deshalb frühzeitig mit deinen Vorgesetzten darüber, wie und wo du gerne arbeiten möchtest, weshalb ihr beide davon profitiert und wie ihr gleichzeitig Kosten sparen könnt.

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